Camping Soltau Imbrock

Eigentlich sind meine Kurztrips ja mit Übernachtung im Wald. Diesmal aber sind wir aufgrund der Hitze auf einen Campinplatz in Soltau mit Badesee gegangen. Das nutze ich um das Tente F1 der französischen Armee, welches mein älterer Sohn zu seinem Geburtstag bekommen sollte auszuprobieren.

Das Zelt hatte ich selbst schon länger bei Ebay auf der Merkliste, weil es mich sehr an das Kinderbuch „Pettersson geht zelten“ erinnert. „Willst du Schlafwandern mit einer grünen Wurst auf dem Kopf oder wie“ Der Kater Findus findet das Zelt von Pettersson auf dem Dachboden, während die beiden etwas suchen. Findus kann sich unter einem Zelt erst nichts vorstellen, weshalb diese lustige Situation entsteht. Ich selbst kenne das Buch aus meiner Kindheit, das Hörspiel und den Zeichentrick auch. Meine Kinder kennen das Buch nun auch und da der Papa regelmäßig im Wald schläft finden sie das Thema auch sehr interessant. Campen kennen sie bisher nur mit dem Wohnwagen.

Das Tente F1 wurde mir kürzlich in einem Video von der lieben Svenja nochmal vorgeschlagen. https://www.youtube.com/@svendura1 und wurde mir so ins Gedächtnis gerufen. Kurz darauf folgte von ihr ein Video von einem Kurztrip mit der Verwerndung des Zeltes. Sie selbst wollte es aber wieder verkaufen und so waren wir uns einige Mails später einig und ich kaufte es ihr ab. Danke nochmal an dieser Stelle liebe Svenja 🙂

Das Zelt ist denkbar einfach aufzubauen. vier Ecken mit Heringen abspannen. Stangen außen in die verstärkten „Mützen“ stellen. Mittels Leine abspannen und dann nach belieben noch die seitliche Belüftung mithilfe der Abspannleinen und Heringen befestigen. Entweder man nutzt es allein so hat man viel Platz für sein ganzes Gerödel oder man schläft zu zweit drin. Dann ist die gesamte Fläche aber ausgenutzt.

Selfie von Tjark Siegfriedson mit dem aufgebauten Zelt im Hintergrund. Ein Tente F1 von der französischen Armee



Meinen Savotta Jääkäri L habe ich mit den 8 Liter Seitentaschen und der Askare Hüfttasche erweitert um das Zelt im inneren transportieren zu können. Auch wollte ich zum ersten Mal in dem schwedischen M40 Kocher aus Edelstahl eine richtige Mahlzeit zubereiten. Der Rucksack hat am Ende bestimmt min 25kg gewogen, denn ich habe jede Menge Komfortartikel mitgenommen wie bspw. die schweizer Faltlaterne, den Happy Stove von Savotta, eine Edelstahlpfanne, einen Stuhl die dicke komfortable Isomatte ein Spannbettlaken damit ich nicht mit der Haut auf der Gummierung liegen muss, einen Wasserkessel und sogar ganz untypisch für mich zwei Dosen Bier… Ja es war nur Radler aber das trinke ich bei der Hitze am liebsten wenn es alkoholisiert sein soll.

Wir trafen uns um 11 Uhr und so musste auch eine Mahlzeit zum Mittag her. Ich habe mich für Veggie Bratwurst aus der Pfanne mit Currysauce entschieden. Etwas faul habe ich ein Knoor Fix Produkt für die Sauce genommen. Die Sauce war ok und kommt natürlich nicht an eine gute selbst gemachte ran aber ich war satt. Zwischenzeitlich haben wir uns um See abgekühlt. Ehrlich gesagt war der See echt warm aber es war ja auch schon seit zwei Wochen un unterbrochen heiß.

Zwischendurch noch einen Kaffee, frisch gemahlen aus der Mokkakanne.

Abends habe ich mir eine OnePot Pasta mit Hack, roter Zwiebel, Dinkelnudeln, Brühe, Gewürzen und Sahne gemacht. Leider habe ich mich etwas verschätzt und viel zu viel zubereitet. Lecker war es trotzdem. Der Trangia im M40 Kocher hat echt Power.

Danach nochmal baden und Duschen und gegen 23 Uhr ins viel zu warme Bett. Komplett ohne Decke/Schlafsack war es trotzdem viel zu warm und immer wenn ich gerade am wegdösen war bin ich davon hochgeschreckt, dass meine Schulter zu kippen begann.
Gegen 3:30 Uhr zog ein Unwetter mit Gewitter auf, weshalb ich dann für 1,5h am Waschhaus stand und darauf gewartet habe mich wieder hinlegen zu können. Am Zelt offenbarte sich ein See darunter. Im inneren war es wie auf einem Wasserbett. Also Zelt losmachen an einen trockeneren Ort ziehen neu aufbauen, schlafen legen. Gegen 5:15 Uhr lag ich dann bei aufgehender Sonne wieder im Bett und schlief nochmal durch bis 8 Uhr.

Nach einem entspannten Kaffee und Frühstück, einem Gespräch mit dem Nachbar ging es wieder heim.

Die Nachbereitung mit allem zum lüften und trocknen aufhängen ist jedes mal der am wenigsten spaßige Part.

abenteuerliche Grüße
Tjark Siegfriedson

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